Pressemitteilung:
06. Mai 2004
Gisela Walsken: Fusion der Provinzialversicherungen wünschenswert
Zu einer möglichen Fusion der nordrhein-westfälischen Provinzialversicherung erklärt die stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion,
Gisela Walsken:
"In Nordhrein-Westfalen gibt es im Wettbewerbsversicherungsbereich drei öffentliche Versicherungsgruppen: die
Provinzial Holding Westfalen, die
Provinzial Rheinland Holding, die
Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt. Die Auswirkungen der veränderten politischen Grenzen in Europa lassen einen nicht unerheblichen Konsolidierungsdruck auf die Versicherungswirtschaft erkennen. Es ist durchaus wünschenswert, dass sich die öffentlichen Versicherer durch Verbünde oder Zusammenschlüsse diesen geänderten Marktbedingungen stellen.
Im Vordergrund sollte aber nach wie vor eine regionale Verankerung stehen. Die bisherigen Fusionen öffentlicher Versicherungsgruppen in Deutschland haben diese regionale Bindung nicht verlassen. Diese Voraussetzung sollte insbesondere im größten Land der Bundesrepublik gelten. Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt es deshalb, wenn vorrangig die beiden nordrhein-westfälischen Provinzialversicherungen eine Vollfusion anstreben, wobei sich die anderen Versicherungsgruppen, insbesondere die Provinzial Nord, beteiligen können. Die SPD-Landtagsfraktion geht davon aus, dass sich dann im wesentlichen alle Problemfelder lösen lassen, wie Personalfragen, Wertausgleichfragen, Rechtsformfragen, Bewertungsfragen und Standortfragen sowie die Frage nach Holding- und Beteiligungsmodelle."