Pressemitteilung:
02. Juni 2004
Horst Vöge: SPD bekräftigt ihr Nein zu aktiver Sterbehilfe
"Wir Sozialdemokraten bekräftigen unser Nein zur aktiven Sterbehilfe und lehnen jeden Versuch der Legalisierung der Tötung auf Verlangen rigoros ab. Wir werden auch in Zukunft konsequent daran arbeiten, Bedingungen zu schaffen, die dem Verlangen nach aktiver Sterbehilfe entgegenwirken." Dies erklärte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Horst Vöge anlässlich einer Umfrage des Emnid-Instituts, wonach 34 Prozent der Bundesbürger die aktive Sterbehilfe befürworten.
Vöge begrüßte, dass der Umfrage zufolge die aktive Sterbehilfe nach wie vor von einer Mehrheit der Deutschen abgelehnt werde. Gleichzeitig zeige das Ergebnis aber die Notwendigkeit, weiterhin Aufklärungsarbeit zu leisten. Von besonderer Bedeutung hierfür sei die Hospizbewegung, die in NRW in den vergangenen 15 Jahren eine beeindruckende Entwicklung erlebt habe. Gemeinsam mit den vielen Menschen, die sich in der Hospizarbeit ehrenamtlich engagieren, sei es gelungen, in NRW eine Infrastruktur zu entwickeln, die bundesweit ohne Beispiel sei. So bestünden derzeit in Nordrhein-Westfalen rd. 250 ambulante Hospizdienste und 40 stationäre Hospize sowie darüber hinaus 26 Palliativstationen mit ca. 200 Betten. Hieran gelte es anzuknüpfen, betonte Vöge das Erfordernis weiterer politischer Kraftanstrengungen. "Gerade der Ausbau der Palliativstationen muss weiter vorangetrieben werden."
Als ermutigendes Signal wertete Vöge die Tatsache, dass es hinsichtlich der Ablehnung der aktiven Sterbehilfe in NRW einen Partei übergreifenden Konsens gebe. So arbeiteten die vier im Landtag vertretenen Fraktionen gegenwärtig an einer gemeinsam Positionierung, die in einer der nächsten Sitzungen des Landtags beraten werden solle. "Wir werden deutlich machen, dass das Engagement für ein menschenwürdiges Sterben in einer humanen Gesellschaft für uns eine Politik ohne Alternative ist", so Vöge abschließend.