Pressemitteilung:
23. August 2004
Horst Vöge: Einführung eines Mindestlohns ist äußerst bedenklich
Mit großer Skepsis betrachtet Horst Vöge, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, die Vorschläge zur Einführung eines Mindestlohns: „Die Tarifautonomie und damit die ureigene Verantwortung der Tarifpartner garantiert seit Jahrzehnten einen Interessenausgleich bei der Lohnentwicklung. Wer in der aktuellen Situation einen Mindestlohn erwägt, unterhöhlt damit nicht nur die Verantwortung von Arbeitgebern und Gewerkschaften, sondern öffnet die Tür für eine weitergehende gesetzliche Tariföffnung", gab Vöge zu bedenken. Darüber hinaus warnte Vöge vor einer weiteren Bürokratisierung der Lohnfindung. Während in vielen Bereichen um Entbürokratisierung und Abbau von Regelungsdichte gerungen werde, solle hier ohne Not eine neue gesetzliche Regelung geschaffen werden. „Ich bin überzeugt, dass Unternehmen und Gewerkschaften ihrer sozialen Verantwortung auch ohne weitere gesetzliche Regelungen gerecht werden können, wenn sie sich weiterhin am Solidarprinzip orientieren“, sagte Vöge abschließend.