Pressemitteilung:
14. September 2004
Edgar Moron: Erstaunlich, was dem Hofsänger von Kohl einfällt
Zur Bewertung der OECD-Bildungsanalyse durch den CDU-Oppositionsführer Rüttgers erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender
Edgar Moron:
"Herr Rüttgers stolpert schon wieder über seine eigenen Füße. Sein Vorwurf, die heute bekannt gewordene OECD-Analyse sei eine Bankrotterklärung für die rot-grüne Bildungspolitik in Berlin und Düsseldorf, fällt auf ihn selbst zurück. Als Ursache der von ihr festgestellten Defizite nennt die OECD "vor allem den Stillstand in der deutschen Bildungspolitik in den 80er und 90er Jahren, in der andere Industriestaaten ihre Schulen und Hochschulen massiv ausgebaut haben". Das war die Zeit, als Rüttgers im Bundeskabinett Zukunftsminister war und Mittel für die Hochschulen kürzte.
Schon der CDU-Politiker Dr. Linssen hatte über seinen Parteifreund Rüttgers gesagt: "Dass die Hofsänger von Kohl heute die größten Erneuerer sein wollen, ist erstaunlich".
Was Politiker wie Kohl und Rüttgers versäumt haben, ist leider nicht von heute auf morgen wieder gut zu machen. Aber wir sind in Nordrhein-Westfalen auf einem guten Weg, mit mehr Ganztagsbetreuung, mit mehr Sprachförderung, mit mehr Früherziehung, mit Englisch ab der dritten Klasse. Es ist gut, dass Kohls früherer Zukunftsminister in die Opposition geschickt worden ist.