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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

12. April 2005

Werner Bischoff: Wachstumspotenziale der Luft- und Raumfahrt in Nordrhein-Westfalen verstärkt nutzen

Nordrhein-Westfalen soll seine Potenziale für die Luft- und Raumfahrttechnik ausbauen. Das fordern die Koalitionsfraktionen in einem gemeinsamen Antrag, den die SPD-Fraktion heute einstimmig beschlossen hat. Die Landesregierung wird aufgefordert, die bisherigen Kooperationsformen auszubauen. „Unternehmerische Kompetenzen müssen zu Clustern in Handlungsfeldern mit Schwerpunktthemen zusammengefasst werden“, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Werner Bischoff.

Der Antrag fordert dazu auf, die bestehenden Institutionen Nordrhein-Westfalens verstärkt für die Koordination von EU-Projekten zu nutzen, die sich mit Luft- und Raumfahrttechnologie befassen. So werde der Informationsfluss zwischen den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa verbessert. Auch sollen Forschungsergebnisse in Bezug auf die Umweltdimension der Luft- und Raumfahrt in die System- und Strukturentwicklung eingebunden werden. Gemeinsam mit dem Bund solle bei der Forschungsförderung die Entwicklung lärmarmer, umwelt- und klimafreundlicher Flugzeuge stärker berücksichtigt werden.

Werner Bischoff: „Die Luft- und Raumfahrtindustie spielt eine herausragende Rolle als Technologie-, Innovations- und zunehmend auch als Arbeitsmarktfaktor“. Die Luft- und Raumfahrtindustrie verbinde einen Großteil der Hochtechnologien des Informationszeitalters wie Elektronik, Robotik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Sie sei innovativer Träger der Werkstofftechnik und der damit verbundenen Fertigungsverfahren. Der Luftfahrtindustrie sei es gelungen, den Treibstoffverbrauch und damit die CO2 –Emissionen seit 1970 um 40 Prozent je Sitzplatzkilometer zu senken. Bis zum Jahr 2020 werde ein weiteres Einsparpotenzial von 30 Prozent angestrebt. „Damit leistet die Branche unmittelbar und mittelbar einen spürbaren Beitrag an der Entwicklung des Hochtechnologiesektors, auch und gerade in umweltsensiblen Bereichen“, sagte Bischoff.

Der Antrag stellt fest, dass mit dem Roll-Out des A380, dem jüngsten und größten Flugzeug aus der Airbus-Familie, die beteiligten Unternehmen und die europäische Industriepolitik ein neues Kapitel in dem Buch der Luftfahrtindustrie aufgeschlagen habe. „Mit Blick auf diese Erfolgsgeschichte profitiert das Land Nordrhein-Westfalen zu einem spürbaren Anteil von den Entwicklungen an den Standorten Toulouse und Hamburg durch Zulieferungen von Komponenten in den Bereichen Struktur, Ausrüstung und Kabine“, betont Werner Bischoff. Es gehe um die Sicherung von Arbeitsplätzen, und es gehe um neue Arbeit. Nordrhein-Westfalen nutze dafür alle Chancen, die es habe.