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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

15. April 2005

Horst Vöge: Arbeitgeber im gesellschaftlichen Abseits – Vorschläge zum familienpolitischen Kahlschlag nicht hinnehmbar

"Mit ihren jüngsten Forderungen nach einem Kahlschlag bei zentralen familienpolitischen Leistungen haben sich die Arbeitgeber um ihren Präsidenten Dieter Hundt ins gesellschaftliche Abseits manövriert. Vor allem ihre Forderung nach einer Verkürzung der Elternzeit, dem früheren Erziehungsurlaub, stößt auf unseren entschiedenen Widerstand." Mit diesen Worten kritisierte Horst Vöge, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, die Einlassungen des Arbeitgeberpräsidenten, die dieser auf einer familienpolitischen Konferenz zur Diskussion gestellt hatte.

Vöge machte deutlich, dass mit der von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Verkürzung der Elternzeit die Wahlfreiheit von Frauen in Frage gestellt werde. Die Jobgarantie sei ein Kernstück der Familienpolitik und verhindere, dass Mütter benachteiligt werden. Vöge zeigte sich enttäuscht: „Offensichtlich haben die Arbeitgeber immer noch nicht begriffen, dass gut ausgebildete junge Frauen eine betriebliche Bereicherung sind, die es durch familienpolitische Angebote an das Unternehmen zu binden gilt.“

Die SPD-Landtagsfraktion jedenfalls werde Bundeskanzler Gerhard Schröder bei seinem Ziel unterstützen, Deutschland bis zum Ende des Jahrzehnts zum familienfreundlichsten Land in Europa zu machen. NRW habe hierfür mit seinen Angeboten der Bildung, Betreuung und Erziehung die Weichen richtig gestellt. Die Offene Ganztagsgrundschule sei ein Erfolgsmodell. "Die Plätze für Kinder unter drei Jahren werden wir in den nächsten fünf Jahren verdoppeln und dafür sorgen, dass im Jahr 2010 in NRW für jedes fünfte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsangebot zur Verfügung steht. Mit unseren Angeboten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten wir nicht nur einen wichtigen familienpolitischen Beitrag, wir stärken auch den Standort NRW", so Vöge abschließend.