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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

27. April 2005

Edgar Moron: Ein bedrückendes Beispiel für Raubtierkapitalismus

"Die Kritik an ungebremstem Kapitalismus ist kein theoretischer Diskurs sondern bedrückende Praxis", erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Edgar Moron nach einem Gespräch mit Betriebsräten der Firma Denison Hydrauliks in Hilden. Trotz bester Aussichten am Standort Hilden und einer hervorragenden Rendite solle ein traditioneller Hersteller von Hydrauliksystemen platt gemacht werden, um noch größere Gewinne an anderer Stelle zu erzielen. Die neuen Eigentümer zeigten keinerlei soziale Verantwortung für die Arbeitnehmer und deren Familien, kritisierte Moron. "Das ist ein klassisches Beispiel für das, was Helmut Schmidt Raubtier-Kapitalismus genannt hat", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Die Firma Denison schreibe tief schwarze Zahlen, habe einen Jahresumsatz von 30 Millionen Euro, 190 Mitarbeiter und 19 Auszubildende. Sie sei im Februar 2000 von der amerikanischen Firma Hannifin Corporation übernommen worden. Im März 2005 habe diese Firma angekündigt, die Produktion in Hilden aufzugeben und Denison Hydrauliks zu schließen. NAch dem Gespräch mit dem Betriebsrat zeigte sich Edgar Moron bedrückt und empört über diese Entwicklung. "Das ist ein schlagender Beweis dafür, wie berechtigt die Kritik an Fehlentwicklungen in der Wirtschaft ist", kommentierte Moron.

Moron will den Ministerpräsidenten und den Wirtschaftsminister bitten, den Betriebsrat im Kampf um den Erhalt des Werkes in Hilden zu unterstützen. Es müsse auch geprüft werden, ob die Firma an anderer Stelle staatliche Beihilfen für Ansiedlungs- oder Erweiterungspläne erhalte. "Es ist höchste Zeit, die Unternehmen und Unternehmer in Deutschland stärker in die Pflicht zu nehmen, damit sie ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen", erklärte Edgar Moron.