Pressemitteilung:
19. Mai 2005
Brigitte Speth: CDU will nur von ihren Plänen zur Zerschlagung der Gesamtschulen ablenken
"Nicht die SPD, sondern die CDU plant mit der Abschaffung der Gesamtschulen einen massiven Eingriff in die nordrhein-westfälische Schullandschaft", so reagierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion auf den Vorwurf, die SPD wolle das gegliederte Schulsystem zerschlagen. "Kurz vor der Landtagswahl wird die CDU nervös, da sie mit ihren Gesamtschulplänen erheblichen Protest bei Eltern und Schülern ausgelöst hat. Mit dem Gespensterbild der Einheitsschule will sie nur von ihren bildungspolitischen Kamikaze-Plänen ablenken", so Speth weiter.
Zu dem Vorschlag von Karl Lauterbach für einen Umbau des Schulsystems merkte Speth an, dass diese Überlegungen deckungsgleich seien mit denen der CDU-Bundestagsabgeordneten Lena Strothmann. Strothmann habe sich, wie Lauterbach, für eine gemeinsame Schule für alle eingesetzt. "Vorschläge von Beratern", so Speth "sind nicht zugleich Meinung einer Partei, weder der SPD, noch der CDU." Die SPD verurteile weder die Gedanken von Lena Strothmann noch die von Karl Lauterbach. Was schließlich in politisches Handeln umgesetzt werde, sei eine ganz andere Sache. "Mit uns gibt es jedenfalls keine Denkverbote, dass unterscheidet die SPD von der CDU", kommentierte Speth.