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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

19. Juli 2005

Heike Gebhard: Wie sieht die Zukunft der Universität Witten/Herdecke aus?

Das verheerende Urteil des Wissenschaftsrates zur Mediziner-Ausbildung an der Universität Witten/Herdecke hat eine kontroverse Debatte über den weiteren Weg der Hochschule ausgelöst. "Der zuständige Innovationsminister Pinkwart vermeidet bisher eine klare Festlegung der Landesregierung zur weiteren Zukunft von Witten/Herdecke", betonte die SPD-Landtagsabgeordnete Heike Gebhard. Es sei nicht erkennbar, wie verbindlich der Minister das Votum des Wissenschaftsrates einschätzt, dem er ja selbst angehört. "Völlig unklar ist auch die aktuelle wirtschaftliche Basis der Hochschule - mit oder ohne finanzielle Beteiligung des Landes", sagte Gebhard.

Heike Gebhard hat im Namen der SPD-Landtagsfraktion deshalb eine Kleine Anfrage zur Zukunft der Universität Witten/Herdecke an den Minister gerichtet. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, folgende Fragen zu beantworten:

1. Liegt das Testat der Wirtschaftsprüfer, das die Vorraussetzung der Zahlung der Landeszuschüsse für die Universität Witten/Herdecke darstellt, schon vor und wie lautet das Ergebnis?

2. Worin begründet sich nach Einschätzung der Landesregierung die rückläufige Entwicklung der von Unternehmen beigesteuerten Mittel für die Universität Witten/Herdecke, die deshalb kürzlich sogar zu einer deutlichen Erhöhung der Studiengebühren führte?

3. Wie beurteilt die Landesregierung die aktuellen Aussagen des Wissenschaftsrates, des Rektorates der Universität Witten/Herdecke und des Gründungsrektors Konrad Schilly zur Qualität von Forschung und Lehre der Universität Witten/Herdecke und sieht die Landesregierung einen Zusammenhang zwischen Qualität und Landesförderung?

4. Nach dem Rückzug der Privatwirtschaft erscheint es umso schwieriger für die Universität Witten/Herdecke dem Wissenschaftsrat geforderten Maßnahmenkatalog zu erfüllen. Welche Konsequen-zen zieht die Landesregierung daraus in Hinblick auf die Entwicklung der Landeszuschüsse?

5. Wird die von Minister Pinkwart in den Nachfragen zur Mündlichen Anfrage 1 geäußerte Aussage, dass die Landesregierung einen langfristigen finanziellen Rückzug aus den nordrhein-westfälischen Privatuniversitäten anstrebt und er das im Koalitionsvertrag oft auftauchende Schlagwort "Privat vor Staat" in diesem Sinne interpretiere, auch weiterhin ihre Gültigkeit besitzen?

In diesem Zusammenhang weisen wir auf die Diskussion und die Einlassungen des Ministers zur Zukunft von Witten/Herdecke am 13. Juli im Rahmen der Fragestunde des Landtages hin:
Links:
Zukunft von Witten/Herdecke