Pressemitteilung:
19. Juli 2005
Ute Schäfer: Sommer-Theater um Rechtschreibreform
"Ministerpräsident Rüttgers und seine Schulministerin betreiben bei der neuen Rechtschreibung Sommer-Theater. Anstatt bei Schreibregeln bundespolitisch auf Konfrontationskurs zu gehen, sollte sich der Regierungschef um die wirklich wichtigen Themen für Nordrhein-Westfalen kümmern", kritisierte Ute Schäfer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, das gemeinsame Ausscheren Nordrhein-Westfalens und Bayerns aus der Linie aller Bundesländer, die Rechtschreibreform verbindlich zum 1. August einzuführen. Rüttgers und Schulministerin Sommer hätten sich hier leider klar gegen die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz und die der Kultusministerkonferenz gestellt.
"Die Entscheidung der Landesregierung führt nicht zu mehr Klarheit und Sicherheit bei Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schülerinnen und Schülern. Im Gegenteil. Die Verwirrung und das Chaos bei den Betroffenen werden ohne Not gesteigert. Die Landesregierung hat seit ihrem Amtsantritt allgemein in der Schulpolitik vor allem Verunsicherung geschürt", warnte Schäfer.
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende gab zu bedenken, dass "die Bildungspolitik insgesamt Schaden nimmt, wenn immer mehr CDU-Länderfürsten den Arbeitsbereich der Kultusministerkonferenz für bundespolitische Profilierungsversuche nutzen".