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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

12. September 2005

Hans Theo Pesckes: Steuerpolitische Vorschläge der Union gefährden das Ehrenamt im Sport

"Schon im Wahlprogramm der Union kam der Sport nicht vor. Jetzt wird mit den steuerpolitischen Überlegungen von Paul Kirchhof einmal mehr deutlich, dass die Union mit dem Sport nicht viel im Sinn hat. Die CDU zieht mit einem Steuerkonzept in den Wahlkampf, das die Existenz des Breitensports nachhaltig bedroht.", erklärte der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans Theo Peschkes. Die Steuerpläne von Paul Kirchhof, dem möglichem Finanzminister unter einer Regierung Merkel, bedeuteten Neuregelungen im Steuerrecht, die das Ehrenamt in seinen Grundlagen gefährdeten. "Die Pläne der Union zielen auf die faktische Abschaffung der Übungsleiterpauschale. Die unzähligen Menschen, die ehrenamtlich in Nordrhein-Westfalen in Sportvereinen aktiv sind, müssten dann auf ihre heute von Steuern und Sozialabgaben befreite Aufwandsentschädigung Abgaben bezahlen", erläuterte Pesckes. Die Übungsleiterpauschale sei aber die kleine Anerkennung für das vielfältige ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen und aus dem Breitensport nicht wegzudenken.

Als nächstes stehe noch zu befürchten, dass Spenden an Sportvereine nicht mehr steuerlich abgesetzt werden können, ergänzte Peschke. "Das wäre dann für viele Sportvereine das K.O., denn die überwiegende Mehrzahl der Vereine ist auf Spenden angewiesen, um ihren Übungsbetrieb aufrechterhalten zu können." Noch in ihrer Koalitionsvereinbarung für NRW hätten CDU und FDP vollmundig erklärt, dass das ehrenamtliche Engagement eine Grundvoraussetzung für den Vereinssport sei und sie ihn deshalb auch weiterhin durch eine Förderung der Übungsleiter unterstützen wollen. Peschkes: "Doch das sind anscheinend nur falsche Versprechungen. Die SPD-Landtagsfraktion wird die Sportförderung mit Nachdruck verteidigen und diesen Angriff auf das sportliche Ehrenamt abwehren."