Pressemitteilung:
11. Oktober 2005
Axel Horstmann: Ministerin muss handeln, nicht lamentieren
"Es reicht nicht, dass die Wirtschaftsministerin darüber klagt, dass in Nordrhein-Westfalen der Anteil von Wärmepumpen in privaten Haushalten zu niedrig ist. Sie muss einen Maßnahmenkatalog vorlegen, damit private Bauherren ermuntert werden, in diese umweltfreundliche Zukunftstechnologie zu investieren. Frau Thoben muss handeln, nicht lamentieren", kommentierte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion,
Axel Horstmann, die heutige Pressemitteilung (11. Oktober) des Wirtschaftsministeriums. Darin lobt die Ministerin den Einsatz von Wärmepumpen als kostengünstige und klimaschonende Alternative zur herkömmlichen Heizung. "Dieses Lob ist gerechtfertigt, bedenkt man, dass das Verhältnis von eingesetztem Strom zur gewonnenen Wärme bei Elektrowärmepumpen mehr als das 3,8-Fache beträgt", betonte Horstmann.
Die Erklärung des Wirtschaftsministeriums mache aber deutlich, so der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, dass Frau Thoben keinen Maßnahmenkatalog habe, zum stärkeren Einbau von Wärmepumpen anzureizen. Darüber hinaus lasse die Ministerin erkennen, dass sie allein auf Wärmepumpen auf der Basis von Erdwärme setze, den ebenso attraktiven Markt der Luft-Wasser-Wärmepumpen aber völlig ignoriere. Die SPD-Landtagsfraktion habe daher eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt:
1.Ist der Landesregierung bekannt, dass nicht nur die Erdwärme als Wärmequelle für die Pumpen genutzt werden kann?
2.Wie hoch ist der Anteil der so genannten Luft-Wasser-Wärmepumpen am Gesamtabsatz von Wärmepumpen?
3.Welche Energieversorgungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen stellen Verbraucherinnen und Verbrauchern einen besonders günstigen Strompreistarif für die Wärmepumpen zur Verfügung und wie hoch ist diese Vergünstigung?
4.Welchen Beitrag leistet die Landesregierung, um die Wärmepumpen-Technologie zu unterstützen?