|

Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

15. November 2005

Ute Schäfer: Sommer fährt Zick-Zack-Kurs beim Zentralabitur

„Jede Woche verblüfft die Schulministerin die Öffentlichkeit mit immer neuen Ideen, die allerdings weder in der Regierung noch mit den Koalitionsfraktionen abgestimmt oder vorbereitet sind. Die nun von Babara Sommer angekündigte mögliche Verschiebung des Zentralabiturs fügt sich in eine lange Reihe ähnlicher unausgegorener Vorfälle“, kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, Äußerungen von Schulministerin Sommer während einer Veranstaltung der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW.

Schäfer wies darauf hin, dass sich die nordrhein-westfälischen Schulen seit Ende 2004 auf die zentralen Abschlussprüfungen vorbereiten und händeringend auf die weiteren Vorgaben aus dem Schulministerium warten, die aber nicht geliefert würden. Schäfer: „Solide Arbeit scheint nicht das Leitmotiv der Ministerin zu sein: Unklare Konzepte bei der Sprachförderung, Verunsicherung der freien Träger, die sich in der Offenen Ganztagsgrundschule engagieren. Mit falschen Zahlen spickte sie den Ministerpräsidenten, der anschließend ohne Not das große Sterben der Zwergschulen ausrief. Diese Liste der `Verunklarungen´ lässt sich beliebig verlängern. Sommer sorgt so für eine Dauer-Verunsicherung von Schülern, Lehrern und Eltern.“

Besondere Brisanz bekommt das Thema, weil die Ministerin außerdem die zentrale mittlere Abschlussprüfung in Klasse 10, die auch erstmals 2007 an allen Schulformen durchgeführt werden sollte, für die Gymnasien verschieben will. „Anstatt permanent die ehemalige rot-grüne Landesregierung zu attackieren, sollte die Ministerin ihre Konzeptionslosigkeit durch solide Leistung überwinden. Bis zur Landtagswahl liefen die Vorbereitungen für die Einführung des Zentralabiturs nach Plan: Die Überarbeitung der Lehrpläne war im Gang und die Beispielaufgaben sind seit Mitte des Jahres im Internet abrufbar. Die Schulministerin sollte diese Arbeit ihres Hauses nicht abqualifizieren und durch neue Verwirrung behindern“, warnte die sozialdemokratische Bildungspolitikerin.