Pressemitteilung:
31. Januar 2006
Birgit Fischer: Schulministerium untersagt Besuch der Fußball WM der Menschen mit Behinderung
"Eigentlich ist die Fußball WM 2006 der Menschen mit Behinderung eine gute Gelegenheit, Nordhrein-Westfalen als behindertenfreundliches Land zu präsentieren. Aber anstatt diese Weltmeisterschaft mit Nachdruck zu unterstützen, untersagt die schwarz-gelbe Landesregierung den nordrhein-westfälischen Schulklassen den Besuch, obwohl von den 41 Spielorten insgesamt 30 in NRW liegen", kritisierte Birgit Fischer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. "Dieses etwas andere Fußballereignis rückt die Menschen mit Behinderung mit ihrem hohen Leistungsvermögen in die Mitte der Gesellschaft. Für sie und für unsere Kinder und Jugendlichen sind solche Begegnungen der beste Weg zur sozialen Integration. Aber die Regierung Rüttgers gibt offensichtlich vor allem in der Behindertenpolitik nur blumige Versprechungen ab, die im konkreten Fall dann keinen Pfifferling mehr wert sind", stellte Fischer fest.
In der heutigen Sitzung der SPD-Landtagsfraktion hatte Hans Jürgen Wagner, Hauptsgeschäftsführer der Lebenshilfe NRW, über den Stand der Planungen dieser Großveranstaltung berichtet. Fischer: "Dabei ist klar geworden, dass es hier nicht nur um die Organisation eines Turniers geht. Die WM ist verknüpft mit einer gesellschaftlichen Kampagne, die unter dem Motto 'Anders ist auch normal' Sympathien wecken und Integration fördern soll." Es sei aber auch eine gute Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger, zwischen dem 26. August und dem 17. September hautnah zu erleben, wie aktiv und engagiert, mit wie viel Begeisterung und Einsatzvermögen Menschen mit geistiger Behinderung Fußball spielten. "Zahlreiche Abgeordnete der SPD-Fraktion haben daher bereits erklärt, vor Ort Fahrten zu den Spielen zu unterstützen und bei der Organisation behilflich zu sein", berichtete Fischer.
Weitere Informationen im Internet: www.inas-fid-wm2006.com