Pressemitteilung:
28. März 2006
Renate Hendricks: Papke bei Umwelt-Stiftung auf dem Irrweg
Die Ankündigung des FDP-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Papke, im Rahmen der Beratungen zum Landeshaushalt 2006 die in Bonn ansässige Stiftung für Umwelt und Entwicklung aufzulösen, trifft auch in der FDP auf erheblichen Widerstand. Darauf hat die Sprecherin für Eine-Welt-Politik der SPD-Landtagsfraktion,
Renate Hendricks, hingewiesen. „Papkes verbohrte Ideologie fällt auf ihn selber zurück. Das geht selbst seinen eigenen Parteifreunden zu weit. So liegt dem Ausschuss für Internationale Beziehungen und Lokale Agenda der Stadt Bonn ein fraktionsübergreifender Antrag von SPD, Grüne, CDU und FDP vor, der die Arbeit der Stiftung unterstützt."
Fakt sei, so Hendricks weiter, dass die Stiftung, deren Fördertätigkeit von dem Gedanken getragen wird, die Anliegen von Umwelt und Entwicklung im Sinne der Agenda 21 und des Leitbilds der nachhaltigen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen zu stärken, einen wesentlichen Beitrag für die Internationalität des Landes NRW leistet. „Eine Abwicklung der Stiftung würde nicht nur das Land NRW hinsichtlich seiner Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung und dessen Nord-Süd-Profil schwächen, sondern es würde allen voran die mittelfristigen Interessen der Bundesstadt Bonn, sich als UN-Standort zu etablieren, zu wider laufen. Aus purer ideologischen Verblendung setzt der FDP-Fraktionsvorsitzende nicht nur das Renommee des Landes aufs Spiel, sondern konterkariert regionale Interessen und den Anspruch der Bundesrepublik Deutschland Bonn als UN-Standort zu etablieren", betonte Hendricks.