|

Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

16. Mai 2006

Marc Jan Eumann: Welche Medienordnung sichert in Zukunft Vielfalt und Pluralismus?

SPD-Fraktion stellt Große Anfrage "Zukunft der dualen Rundfunkordnung"
"Unsere Medienlandschaft ist im Umbruch. Kabelnetzbetreiber werden Fernsehprogrammanbieter, Fernsehen wird über die Telefonleitung empfangen, Entgelte für den Satellitenempfang erhoben. Jeden Tag gibt es neue Meldungen über neue Möglichkeiten in der Medienwelt", sagte der Medienexperte und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Marc Jan Eumann, anlässlich der Einbringung einer Großen Anfrage der SPD-Landtagsfraktion. Zum Thema "Zukunft der dualen Rundfunkordnung" hat die SPD-Landtagsfraktion 128 Fragen gestellt.

Eumann weiter: "Ohne Zweifel: Die aktuellen Umbrüche in der Medienlandschaft lassen sich fast vollständig als Effekt der Digitalisierung von Signal, Transportweg und Speicherung des Signals einordnen. Das prominenteste Beispiel: Der Zuschauer kann mit dem Festplattenrekorder und Werbefiltern frei entscheiden, was er sich anschaut. An jedem Ort, zu jeder Zeit und ohne Werbung. Das hat erhebliche Konsequenzen für das Massenmedium Fernsehen und seinen rechtlichen Rahmen. Deswegen ist es wichtig, Erkenntnisse zu neuen Herausforderungen zusammen zutragen."

Wesentliche Teile der Großen Anfrage "Zukunft der dualen Rundfunkordnung" (Drs. 14/1911) sind in der Diskussion mit Expertinnen und Experten auf der medienpolitischen Fachtagung der SPD-Landtagsfraktion "Die Medienordnung der Zukunft - politische Optionen für das Medienland NRW" Ende April in Düsseldorf erarbeitet worden. Neben Fragen zu den Programmveranstaltern geht es um Aspekte wie Distribution und Zugang, neue digitale Technologien, die Sicherung von Medienvielfalt, die europäische Medienpolitik sowie die Entwicklung einer neuen Medienordnung.
"Nordrhein-Westfalen ist das größte und wichtigste Medienland der Republik. Es muss Motor der Reform der Medienordnung in Deutschland bleiben und es muss alles dafür tun, die Zukunft der dualen Rundfunkordnung, die Vielfalt und Pluralismus sichert, zu gewährleisten", betonte der SPD-Medienpolitiker.
Dokumente:
Große Anfrage Zukunft der dualen Rundfunkordnung