Pressemitteilung:
16. Mai 2006
Britta Altenkamp und Ute Schäfer: OECD-Studie belegt widersinniges Handeln der Landesregierung
"Die schwarz-gelbe Koalition handelt absolut widersinnig. Noch nie hat eine Landesregierung so wenig Geld für Integration zur Verfügung gestellt. Wer nur die Mittel für Sprachförderung erhöht, aber gleichzeitig rund 180 Millionen Euro bei den Kindertagesstätten streicht, täuscht die Menschen in Nordrhein-Westfalen," erklärten für die SPD-Landtagsfraktion die Sprecherin für Generationen, Familie und Integration,
Britta Altenkamp, und die bildungspolitische Sprecherin,
Ute Schäfer, anlässlich der jüngsten OECD-Studie. Darin werde belegt, dass Migrantenkinder in Deutschland unzureichend gefördert würden. Für die beiden Fachpolitikerinnen der SPD-Landtagsfraktion stehe fest, dass gelingende Integration im frühesten Kindesalter beginnt. "Aber genau da kürzt Schwarz-Gelb die Mittel. Folge ist: Die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten steigen und in der Folge werden Eltern ihre Kindern notgedrungen aus den Einrichtungen abmelden", sagte Britta Altenkamp.
Ute Schäfer kritisierte, dass die Landesregierung entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse unbelehrbar am gegliederten Schulwesen festhalte. "Die OECD-Studie hat gezeigt: Dadurch werden Kinder zu früh in verschiedene Schulformen aufgeteilt und Problemschüler konzentrieren sich in der Hauptschule. Für die SPD hingegen ist klar: Wir setzen uns im Interesse der Kinder und Jugendlichen für eine ergebnisoffene Diskussion für längere gemeinsame Lernzeiten ein ", so Schäfer abschließend.