Pressemitteilung:
23. Mai 2006
Karl Schultheis: Bei den Studiengebühren ist die NRW.Bank der große Gewinner
"Bei den durch die schwarz-gelbe Koalition eingeführten Studiengebühren ist die NRW.Bank der große Gewinner. Die Studierenden in Nordrhein-Westfalen und ihre Eltern werden die Zeche bezahlen müssen", erklärte der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion,
Karl Schultheis, anlässlich der Vorstellung des Studienbeitragsdarlehens der NRW.Bank. FDP-Minister Pinkwart habe durch sein Gesetz dafür gesorgt, dass künftig alle Studierenden, deren Hochschulen Gebühren einfordern, 23 Prozent ihrer Beiträge dem Ausfallfond der NRW.Bank zuschießen. "Jedes Jahr werden dort bei rund 400.000 Einzahlern maximaler Studiengebühren 92 Millionen Euro auf der Habenseite verbucht, unabhängig davon, ob und in welcher Höhe Darlehen aufgenommen werden, unabhängig davon, ob sie verzinst, gestundet, zurückgezahlt, gekappt oder ausfallen werden", stellte Schultheis fest.
Interessant sei, dass die NRW.Bank selbst davon ausgehe, dass nur rund 20 Prozent der Hochschulgänger ein Darlehen in Anspruch nehmen werden, bemerkte Schultheis. "Das heißt doch im Klartext: Bei einer maximalen Studiengebühr in Höhe von 500 Euro zahlen in einem Jahr fünf junge Erwachsene 1150 Euro an die NRW.Bank, von denen einer ein Darlehen in Höhe von 1000 Euro bekommt, das verzinst und in der Regel natürlich auch zurück gezahlt werden muss. Hier werden Millionenbeträge den Studierenden, ihren Eltern und den Hochschulen unter dem Deckmantel eines sozialverträglichen Förderprogramms aus den Taschen gezogen."