Pressemitteilung:
27. Juni 2006
Ute Schäfer: Sommer muss sich für "Kiffer - Sprüche" entschuldigen
Als "Verunglimpfung aller Schülerinnen und Schüler und deren Eltern" bezeichnete die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion,
Ute Schäfer, die "haltlosen Pauschalurteile" von Schulministerin Barbara Sommer zum angeblichen massiven Drogenkonsum der allgemeinen Schülerschaft. "Ich fordere die Ministerin auf, sich umgehend bei den nordrhein-westfälischen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern für die unglaublichen Entgleisungen zu entschuldigen", sagte Schäfer. Es könne nicht darum gehen, Problemthemen zu beschönigen. "Eine Ministerin aber, die nicht in der Lage ist, sich zu einem Themenkomplex wie dem Drogenkonsum von Jugendlichen differenziert in der Öffentlichkeit zu äußern, sollte besser schweigen."
Unter der Überschrift "Bekifft im Unterricht" zitiert die Westdeutsche Allgemeine auf der Titelseite ihrer Ausgabe vom 26. Juni Schulministerin Barbara Sommer zum Drogenkonsum von Jugendlichen mit folgenden Worten: "In jeder weiterführenden Schule gibt es Probleme mit Zigaretten oder anderen Drogen. Besonders problematisch sind die Montage, weil Schüler an Wochenenden rauchen, trinken und kiffen und dann im Unterricht wenig aufnahmefähig sind." Die WAZ schreibt weiter: Die Ministerin ermahnte alle Eltern, sich intensiv mit ihren Kindern im heiklen Jugendalter zu beschäftigen. "Es gibt offenbar immer mehr Eltern, die nicht so genau hinschauen und Warnsignale missachten", beobachtet Sommer.
"Diese Äußerungen der Schulministerin werden wir im Landtag auf jeden Fall thematisieren", erklärte Schäfer.