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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

10. Juli 2006

Ute Schäfer: Rückschritt ins 19. Jahrhundert - Zukünftig sechs Kopfnoten und sieben Fachnoten auf dem Grundschulzeugnis

"Einen schulpolitischen Rückschritt in das 19. Jahrhundert" nannte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die neue Ausbildungsordnung für die Grundschule. Sie sehe für das Zeugnis der Klasse 4 zukünftig sechs Kopfnoten und sieben Fachnoten vor. "Kopfnoten und Fachnoten stehen hier in einem völlig falschen Verhältnis", sagte Schäfer. "Jetzt zeigt sich, welche rückwärtsgewandten Prioritäten die schwarz-gelbe Landesregierung setzt." Schäfer forderte die Schulministerin auf, diese unsinnige Bestimmung zurückzunehmen. "Es ist schon fraglich, ob die Grundschülerinnen und Grundschüler sich wegen der Kopfnoten besser betragen werden; zu kritischen und bildungsorientierten Menschen werden sie dadurch auf jeden Fall nicht erzogen", stellte die Schulpolitikerin fest.

Im Ausschuss für Schule und Weiterbildung wurde mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen in einer Sondersitzung die 'Verordnung zur Änderung der Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (AO-GS)' beschlossen. Dort heißt es in Paragraph 6 Absatz 4: "Die Zeugnisse der Klasse 4 enthalten Noten für die Fächer sowie gemäß Paragraph 49 Absatz 2 Nr. 2 des Schulgesetzes Noten für das Arbeitsverhalten in den Teilbereichen Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit/Sorgfalt und Selbstständigkeit, sowie Noten für das Sozialverhalten in den Teilbereichen Verantwortungsbereitschaft, Konfliktverhalten und Kooperationsfähigkeit. Die Noten für das Arbeitsverhalten und das Sozialverhalten können nach Entscheidung der Versetzungskonferenz im Rahmen der von der Schulkonferenz aufgestellten Grundsätze durch eine Beschreibung ergänzt werden (§ 49 Abs. 2 Nr. 2 SchulG)."