Pressemitteilung:
28. Juli 2006
Hans Theo Peschkes: Spitzensportler brauchen berufliche Anschlussperspektiven
"Viele hoffnungsvolle Talente brechen nach dem Schulabschluss, in der Lehre oder während ihres Studiums ihre Sportkarriere ab, da sie negative berufliche Auswirkungen fürchten. Damit diese Entwicklung nicht zu noch größeren Engpässen im Spitzensportlernachwuchs führt, fordern wir die Landesregierung auf, ein integriertes Handlungskonzept vorzulegen. Das Ziel müssen Rahmenbedingungen sein, die eine Karriere im Sport und berufliche Perspektiven in Einklang bringen", erklärte
Hans Theo Peschkes, sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Nur wenn man Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern eine adäquate berufliche Anschlussperspektive bzw. Rückkehroption eröffne, würden sich mittelfristig wieder mehr junge Menschen für eine Spitzensportlerkarriere entscheiden. "Nur so werden wir in unserem Land den Anschluss an die internationale Spitze halten können", begründete Peschkes einen entsprechenden Antrag der SPD-Landtagsfraktion, der nach der sitzungsfreien Zeit im zuständigen Ausschuss beraten wird.
Sobald dem Sportausschuss eine solche Handlungskonzeption vorläge, könnten dann Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern nordrhein-westfälischer Unternehmen geführt werden, um sie ihrerseits zu einem entsprechenden Engagement zu bewegen, erläuterte Peschkes. "Dabei ist für uns besonders wichtig, dass die zuständigen Institutionen und Organisationen in den Prozess eingebunden werden. Dazu gehören insbesondere die Sporthochschule Köln, die Sportstiftung NRW, die Deutsche Sporthilfe und der Landessportbund."
Peschkes ergänzte, dass die Einführung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen die Situation zusätzlich erschwere. "Spitzensporttreibenden Studierenden ist es oftmals kaum möglich, ihr Studium in der vorgeschriebenen Regelstudienzeit abzuschließen. Folglich müssen sie ein Mehr an Studiengebühren bezahlen", sagte der Sportpolitiker. Zu diesem Ergebnis seien auch die Spitzen der Sportminister-, Kultusminister- und Hochschulrektorenkonferenz bei einem Treffen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund gekommen.