Pressemitteilung:
10. August 2006
Hans Theo Peschkes: SPD-Landtagsfraktion startet Antidoping-Initiative
"In den vergangenen Wochen haben die Diskussionen um Doping und die bekannt gewordenen Verdachtsfälle wieder einmal die herausragenden Sportereignisse und sportlichen Leistungen selbst überschattet. Damit das ein Ende hat, wird die SPD-Landtagsfraktion eine staatliche Anti-Doping-Offensive initiieren", kündigte der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans Theo Peschkes, an. Die sozialdemokratischen Sportpolitiker hätten dazu Eckpunkte formuliert, die nun in einen entsprechenden Antrag eingearbeitet werden. Peschkes: "Dieser Antrag ist ein deutliches Bekenntnis zur Notwendigkeit der Doping-Bekämpfung, um durch klare, nachvollziehbare und angemessene Regelungen Abschreckung zu erzeugen und Verfehlungen zu sanktionieren. Die staatliche Ebene muss handeln und mit Sanktionen den skrupellosen Geschäftemachern und Ärzten im Hintergrund der Doping-Szene das Handwerk legen."
Im Mittelpunkt der Initiative stehe der Vorschlag, gemeinsam mit den anderen Ländern auf der Ebene des Bundesrates einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung des Dopings im Sport vorzulegen, berichtete Peschkes. Im Ergebnis müsse das Gesetz eine abschreckende Wirkung für Täter, Mittäter, Anstifter und Gehilfen entfalten. "Das Strafmass muss auch im internationalen Vergleich angemessen sein", unterstrich der SPD-Abgeordnete. "Dabei müssen breite Differenzierungen nach der Schwere des Verstoßes und der zugrunde liegenden kriminellen Energie möglich sein. Außerdem dürfen Tatort und die Nationalität des Dopingsünders einer Strafverfolgung nicht entgegenstehen", sagte Peschkes.
Viele Beiträge habe es aus den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und politischen Lagern zum Umgang mit Doping gegeben, erläuterte Peschkes. "Manches hat mir Mut gemacht, anderes hat mich nachdenklich gestimmt, einiges hat mich enttäuscht", so der Sportpolitiker. Nun gelte es, den vielen Worten auch Taten folgen zu lassen. "Dabei wird sich dann zeigen, ob sich hoffnungsvoll stimmende Äußerungen - auch aus den Reihen der CDU - politisch durchsetzen lassen. Der nordrhein-westfälische FDP-Sportminister hat sich jedenfalls bisher auffällig zurückgehalten", betonte Peschkes. Entscheidend sei aber, dass es letztendlich einen breiten gesellschaftlichen Konsens gebe. Peschkes: "Staatliches Handeln allein kann die Bemühungen des Sports zur Dopingbekämpfung nicht ersetzen. Aber es gibt Situationen, in denen der Sport die Unterstützung des Staates benötigt."