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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

21. August 2006

Karsten Rudolph: SPD fordert Sicherheitsprogramm für Öffentlichen Personenverkehr

"Politischer Aktionismus hilft uns nicht weiter. Wir lehnen die Forderung nach dem Einsatz von Rail-Marshalls in Zügen ab", erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karsten Rudolph. Nach den missglückten Bombenattentaten in nordrhein-westfälischen Nahverkehrszügen fordere die SPD-Landtagsfraktion vielmehr ein realistisches, praktisches und bürgernahes Sicherheitsprogramm für den Öffentlichen Personenverkehr. Rudolph: "Ein solches Programm muss auch eine verstärkte Videoüberwachung an den Verkehrsknotenpunkten zur Verbesserung der Prävention, aber vor allem zur leichteren Strafverfolgung beinhalten."

Rudolph ergänzte, dass eine rasche und intensive Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger darüber, wie man sich in einem Gefährdungsfall im Zug zu verhalten habe, notwendig sei. "Einfach die Notbremse zu ziehen, könnte sich als falsch erweisen", stellte Rudolph fest. Eine weitere Forderung der SPD sei die regelmäßige und intensive Schulung des Zugbegleitpersonals, damit dieses rasch und gezielt auf besondere Vorkommnisse bei Zugfahrten reagieren könne, sagte Rudolph. "Außerdem muss eine zentrale Notrufnummer eingerichtet werden, die bei Gefährdungen und wichtigen Beobachtungen sogleich zu den Expertinnen und Experten der Polizei führt."

Kritik übte Rudolph an der Zurückhaltung des NRW-Innenministers. "Herr Wolf lamentiert, handelt aber nicht. Es gibt bereits einen breiten Handlungsspielraum, der jetzt ausgeschöpft werden muss", forderte Rudolph.