Pressemitteilung:
12. September 2006
Ute Schäfer: OECD bestätigt falschen bildungspolitischen Kurs der Landesregierung
"Ein Blick in die Kurzfassung der OECD-Studie hätte genügt, um zu erkennen, dass in NRW die falschen bildungspolitischen Weichenstellungen vorgenommen werden", sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion,
Ute Schäfer, heute in Düsseldorf. In der von Schulministerin Sommer begrüßten Studie sei nachzulesen, dass Deutschland den Anteil von Schülern und Schülerinnen mit Hochschulreife dringend ausbauen muss. Schäfer: "Das Festhalten am gegliederten Schulsystem und die verbindlichen Empfehlungen für die weiterführenden Schulen werden aber die soziale Auslese verschärfen und die Bildungsbeteiligung noch weiter sinken lassen."
Während die OECD-Studie einfordere, das lebensbegleitende Lernen auszubauen, würden in NRW die Strukturen der Weiterbildung zerschlagen, kritisierte die Bildungsexpertin. Auffallend sei auch der Hinweis der OECD, so Schäfer, dass ein gutes frühkindliches Angebot einen hohen gesellschaftlichen Ertrag bringe und deshalb weitgehend über öffentliche Mittel finanziert werden sollte. "Die Landesregierung beschreitet auch hier den falschen Weg - die Kindergartenbeiträge steigen, weil das Land sich aus seiner Verantwortung zurückzieht", warnte Schäfer.