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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

27. September 2006

Rainer Schmeltzer: Ausbildungsmodell von Arbeitgebern und Gewerkschaften auf dem richtigen Weg

Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt angesichts der Lehrstellen-Misere in NRW das von Arbeitgebern und Gewerkschaften eingebrachte Modell eines steuerfinanzierten Sonderprogramms für mehr Ausbildung. "Ministerpräsident Rüttgers sollte das gemeinsam von Gewerkschaft und Arbeitgebern eingebrachte Modell umzusetzen, wenn er den Ausbildungskonsens in NRW ernst nimmt. Hier sollen Jugendliche vollzeitschulisch ausgebildet werden und diese Ausbildung mit einer Kammerprüfung abschließen. Der Ministerpräsident hat dies immer wieder als richtigen Weg bezeichnet. Jetzt muss er endlich auch handeln", forderte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Rainer Schmeltzer, als Minimalergebnis von dem heute in Düsseldorf tagenden Ausbildungskonsens NRW.

Dagegen springe die Landesregierung mit ihren bisher bekannt gewordenen Vorschlägen wieder mal zu kurz. Eine zum 1. Oktober geplante Ausweitung des Programms "Partnerschaftliche Ausbildung" werde die fehlenden Ausbildungsplätze nicht ersetzen können, warnte der SPD-Arbeitsmarktexperte. "Bei diesem Vorschlag kommt keine einziger Jugendlicher aus den Warteschleifen. Sie bleiben entgegen dem Versprechen von Minister Laumann in der Sackgasse. Das ist nicht ausgereift und auf kurzzeitigen Populismus ausgerichtet", kritisierte Schmeltzer.

Er forderte die Landesregierung darüber hinaus auf, vielmehr darauf zu drängen, dass ein Teil der Milliarden-Überschüsse der Bundesagentur für Arbeit für zusätzliche Ausbildungsanreize verwendet wird: "Die SPD-Fraktion in NRW hat ein Anreizsystem vorgeschlagen. Wir fordern das Modell '2 mal 2000'. Kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten erhalten für die Einrichtung eines neuen Ausbildungsplatzes eine Prämie von 2000 Euro. Weitere 2000 Euro gehen an das Unternehmen, wenn der Auszubildende die Kammerprüfung besteht. Mit diesem Anreizsystem würde die Ausbildungsqualität verbessert und damit die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse gesteigert."