|

Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

28. September 2006

Entscheidung von BenQ schwerer Schlag für Nordrhein-Westfalen

In einer gemeinsamen Erklärung haben der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Marc Jan Eumann, und die Landtagsabgeordneten für Kamp-Lintfort und Bocholt, Elke Talhorst und Hans Theo Peschkes, die Entscheidung des taiwanesischen BenQ-Konzerns kritisiert, seine Handy-Produktion in Deutschland einzustellen: "Das ist ein schwarzer Tag für Nordrhein-Westfalen, die 1600 Beschäftigten von BenQ in Kamp-Lintfort und Bocholt und ihre Familien. Ministerpräsident Rüttgers und Wirtschaftsministerin Thoben sind jetzt gefordert, alternative Möglichkeiten zu prüfen, um möglichst vielen Beschäftigten eine Perspektive zu geben. Es geht auch darum, das technische Know-How in der Handy-Produktion für dieses Land zu sichern. Alles andere wäre ein schwerer Rückschlag für die Kommunikationsbranche in Nordrhein-Westfalen".

Die drei SPD-Landtagsabgeordneten werfen der BenQ-Konzernleitung vor, den Standort Deutschland auf kaltem Wege geschlossen zu haben: "Es ist gerade ein Jahr her, dass sich BenQ den weltweit renommierten Namen 'Siemens' und die jahrelange Erfahrung gesichert haben, aber jetzt den Standort Deutschland fallen lassen, um das Handygeschäft unter der Marke BenQ-Siemens aus Asien weiterzuführen. Dabei haben die Beschäftigten durch schmerzliche Einschnitte wie Einkommenseinbußen und Arbeitszeitverlängerungen ihren Teil zur Standortsicherung beigetragen. Doch nach einer Schamfrist von einem Jahr hatte der Standort Deutschland wohl seine Schuldigkeit getan und konnte fallen gelassen werden. Aber auch der Siemens-Vorstand muss sich in diesem Zusammenhang nach seiner Verantwortung fragen lassen".

Die Abgeordneten zeigten sich besorgt, dass diese Unternehmenspolitik das Vertrauen der Menschen in die Verlässlichkeit von Entscheidungen von Unternehmensführungen weiter erschüttern werde. "Viele Menschen glauben nicht mehr, dass Wirtschaftsmanager ein Verantwortungsgefühl für Standorte, Arbeitsplätze und die langjährige Erfahrung und Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, sondern nur nackte Gewinninteressen im Vordergrund stehen", betonten Eumann, Talhorst und Peschkes.