Pressemitteilung:
11. Oktober 2006
Rainer Schmeltzer: Regierung Rüttgers lässt Jugendliche ohne Ausbildungsplatz im Stich
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion,
Rainer Schmeltzer, hat Ministerpräsident Rüttgers und Arbeitsminister Laumann vorgeworfen, nicht genug gegen die Katastrophe auf dem Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen zu unternehmen. Schmeltzer: "Die Regierung Rüttgers lässt über 10.000 Jugendliche ohne Lehrstelle im Stich. Es ist ein Skandal, dass wir das niedrigste Ausbildungsangebot seit 30 Jahren verzeichnen und die Landesregierung so gut wie gar nichts tut, diese Ausbildungsplatzmisere abzumildern. Arbeitsminister Laumann flüchtet sich vielmehr in Symbolpolitik, indem er die Schaffung von 93 Demografieberatern für NRW-Unternehmen feiert. Er sollte sich lieber wie seine SPD-Vorgänger die Hacken für mehr Ausbildungsplätze ablaufen."
Der Weg aus der Ausbildungskrise gehe nur über ein Anreizsystem für Unternehmer. Sie müssen wieder aktiv in Ausbildung einsteigen und dabei muss die Politik ihnen helfen, betonte Schmeltzer. Dafür hätten die SPD-Fraktion und der DGB-NRW zwei Modelle auf den Tisch gelegt. Die Landesregierung müsse, wie vom DGB gefordert, 75 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen, um frühere Ausbildungsstätten unter anderem in kommunalen Betrieben oder Hochschulen zu reaktivieren. Schmeltzer: "Darüber hinaus schlägt die SPD-Fraktion in NRW ein Anreizsystem zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze vor: Wir fordern das Modell '2 mal 2000'. Kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten erhalten für die Einrichtung eines neuen Ausbildungsplatzes eine Prämie von 2000 Euro. Weitere 2000 Euro gehen an das Unternehmen, wenn der Auszubildende die Kammerprüfung besteht. Mit diesem Anreizsystem würde die Ausbildungsqualität verbessert und damit die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse gesteigert."