Pressemitteilung:
18. Januar 2007
Hans Theo Peschkes: Der organisierte Sport ist mit der Doping-Bekämpfung überfordert
"Das dürfte auch dem größten Skeptiker die Augen geöffnet haben", erklärte der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans Theo Peschkes, zu der Ausstrahlung des ARD-Berichts über die Ausgestaltung von Doping-Kontrollen im deutschen Sport. "Meine Hoffnungen, dass wenigstens in Deutschland noch ein funktionierendes Kontroll-System besteht, haben sich nunmehr endgültig in Luft aufgelöst. Wenn man bedenkt, dass die deutschen Mechanismen in der Fachwelt als im internationalen Vergleich richtungweisend anerkannt waren, lässt das für internationale Vergleiche und Wettkämpfe das Schlimmste befürchten."
Der Bericht in der ARD habe unterstrichen, dass man in Deutschland Anti-Doping-Gesetz benötige, betonte Peschkes. "Wenn den Methoden der Doping-Kontrollen so leicht ausgewichen werden kann, benötigen wir umso dringender abschreckende Regelungen, die insbesondere die Hintermänner im Bereich der Beschaffung, Verabreichung und Verschleierung von ihren Machenschaften abhalten. Die SPD-Landtagsfraktion hat bereits im vergangenen Jahr hierzu einen Antrag vorgelegt. Leider konnten sich CDU und FDP bisher nicht dazu durchringen, unsere Bemühungen zu unterstützen. Der Antrag wird in der nächsten Sitzung des Sportausschusses beraten. Ich hoffe, dass angesichts der aktuellen Berichte die Koalitionsfraktionen einlenken werden."