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Hans Theo Peschkes

Hans Theo Peschkes

Pressemitteilung:

12. Februar 2007

Britta Altenkamp: Sprachstandsfeststellung wirft in der Praxis noch viele Fragen auf

"Grundsätzlich begrüßt die SPD, dass die Landesregierung die Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen stärken will. Allerdings ist zu bezweifeln, dass das neu entwickelte Testverfahren dazu einen wesentlichen Beitrag leisten wird", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Britta Altenkamp, zu dem aus ihrer Sicht unzureichenden Konzept zur Erfassung des Sprachstandes bei allen vierjährigen Kindern in Nordrhein-Westfalen. Problematisch sei dabei nicht der Test als ein geeignetes Mittel, sondern die konkrete Umsetzung. "Hier sind noch viele Fragen offen. Wir sind skeptisch, ob die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Lehrerinnen und Lehrer ausreichend auf das Verfahren vorbereitet sind", kritisierte Altenkamp.

Außerdem sei unklar, ergänzte Altenkamp, wie im Falle eines Bedarfes gefördert werden solle und wie die Eltern dabei im Zweifelsfall dazu verpflichtet werden, ihre Kinder in die Sprachförderkurse zu geben. "Müssen hier die Kommunen entsprechende Zwangsmaßnahmen verhängen?", fragte Altenkamp. "Unsere zentrale Kritik an dem Verfahren bleibt, dass hier ein verpflichtendes Verfahren in einer freiwilligen Einrichtung eingeführt wird. Das ist ein Systembruch." Als äußerst widersprüchlich bewertete Altenkamp die bei den Sprachtest geforderte Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen: "Vor dem Hintergrund des Wegfalls der Grundschulebezirke ist es lächerlich, jetzt von einer neuen Qualität der Zusammenarbeit zu reden. Erst wurde die Zusammenarbeit vor Ort in den Stadtteilen torpediert, nun werden die Kindergärten wieder einzelnen Grundschulen zugeordnet."