Pressemitteilung:
13. Februar 2007
Hans-Theo Peschkes: Stadionschließungen und Polizeieinsätze bekämpfen die Auswirkungen aber nicht die Ursache von Fußball-Randale
Zu den jüngsten Vorfällen am Rande eines Fußballspiels in Leipzig und der Reaktion des nordrhein-westfälischen Innenministers erklärt der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans Theo Peschkes: "Die Schließung von Stadien und ein massiver Polizeieinsatz mögen im Einzelfall die einzige Lösung sein, akute Krawalle, Ausschreitungen und schwere Körperverletzungen zu vermeiden. Das dahinter stehende gesellschaftliche Problem der steigenden Gewaltbereitschaft kann man damit nicht bekämpfen. Der Fußball ist hier nur die Kulisse, vor der sich die aufgestauten Aggressionen entladen."
Nur mit kontinuierlicher Sozialarbeit ließen sich Gewaltpotenziale eindämmen und Frustrationen abbauen. Polizeiliche Maßnahmen verdrängten das Problem lediglich an andere Orte und in andere Ligen. Peschkes: "Das lässt sich an den aktuellen Ereignissen eindeutig ableiten. Sichere Stadien und der massive Einsatz von Ordnungskräften haben dazu geführt, dass Spiele der ersten und zweiten Liga von derartigen Ereignissen weitgehend verschont bleiben. Auch wenn die Krawalle zum Teil historisch bedingt scheinen, ist es nicht fair, diese gesellschaftlichen Probleme auf die Vereine unterer Ligen zu verlagern."