Pressemitteilung:
21. Februar 2007
Britta Altenkamp: Statt Pflicht-Vorschule Bildungsauftrag des Kindergartens stärken
Als "falschen Weg" hat die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Britta Altenkamp, den Vorschlag von Bundesfamilienministerin von der Leyen bezeichnet, für alle Kinder ein Pflicht-Vorschuljahr einzuführen. Altenkamp: "Die Analyse ist ja richtig, dass wir bestehende Entwicklungsdefizite noch vor Schulbeginn ausgleichen müssen, um allen Kindern gleiche Startchancen zu ermöglichen. Doch ein Pflicht-Vorschuljahr ist der falsche Weg. Das bedeutet, dass wir noch ein Jahr früher mit einer Art von Schulunterricht beginnen würden. Das ist nicht altersgerecht und würde sehr viele Kinder überfordern anstatt ihnen zu helfen."
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende sprach sich stattdessen dafür aus, den Besuch des letzten Kindergartenjahres für alle Kinder verbindlich vorzuschreiben. Altenkamp: "Wir müssen die vorschulische Bildung gezielt fördern. Je früher wir die Schwächen eines jeden Kindes beheben und seine Stärken stärken desto besser. Doch ein verbindliches letztes Kindergartenjahr setzt voraus, dass der Besuch des Kindergartens dann beitragsfrei ist. Die SPD-Fraktion hat das beitragsfreie letzte Kindergartenjahr im Landtag beantragt. Das ist ohne neue Schulden finanzierbar. Die Regierung Rüttgers lehnt dies ab. Sie koppelt sich auch hier vom familienpolitischen Zug in Deutschland ab. Denn andere Bundesländer, auch unionsgeführte, setzen schrittweise einen beitragsfreien Kindergarten um."
Insgesamt sei festzustellen, so Altenkamp, dass Frau von der Leyen zwar die Grundzüge sozialdemokratischer Familienpolitik kopiere, aber weder die Frage beantworten könne, wie der dringend notwendige Ausbau der Betreuungsangebote für Vorschulkinder realisiert werden solle noch wie sie das finanzieren wolle. "Aber da steht sie auf einer Stufe mit der Regierung Rüttgers", betonte Altenkamp.