Pressemitteilung:
02. März 2007
Norbert Römer: Wittke muss Irrfahrt mit den Monstertrucks endlich beenden
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Römer, hat Verkehrsminister Wittke aufgefordert; den NRW-Modellversuch mit den so genannten Gigalinern sofort zu stoppen. Römer: "Wittke muss bei den Monstertrucks endlich auf die Bremse treten. Alle führenden Experten haben erhebliche Sicherheitsbedenken gegenüber den Riesen-Lkw. Das gilt bei Unfällen für die Haltbarkeit von Leitplanken, die Folgen bei einem Aufprall auf ein Stauende bis hin zu Fragen des Überholens sowie der Größe der Rastplätze. Wittke muss endlich die Irrfahrt mit den Monstertrucks beenden und den Testlauf auf dem politischen Autofriedhof beerdigen."
Sowohl Bundesverkehrsminister Tiefensee als auch der Präsident der deutschen Akademie für Verkehrswissenschaft, Ex-Generalbundesanwalt Kay Nehm, warnen davor, so Römer, dass Gigalinern gerade im dichten deutschen Straßenverkehr große Probleme schaffen. Auch der Städte- und Gemeindebund NRW lehnt die 25-Meter-Laster ab. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zum Thema 60-Tonnen-LKW belegt, dass Unfälle mit diesen Fahrzeugen schlimmere Folgen haben würden, als mit heute zugelassenen Lkw.
Gerade jetzt, so Römer, wo der Schienengüterverkehr boomt wie nie zuvor und die Transportleistung auf der Schiene nach langen Anstrengungen erstmals die 100 Milliarden-Tonnenmarke überschritten hat, würde die Einführung der Riesen-Lkw den umweltfreundlichen Schienengüterverkehr in Deutschland wieder erheblich schwächen. Römer: "Das bedeutet hunderttausende von zusätzlichen LKW-Fahrten auf Deutschlands Strassen. Damit ist keinem geholfen: weder der Umwelt, noch der Verkehrssicherheit und erst recht nicht dem heute schon an seine Leistungsgrenze gekommenen Straßenverkehrssystem.“
Römer hielt dem Minister vor, er halte an dem Modellversuch fest ohne sagen zu können, für wen diese Solofahrt unternommen wird. "Das Transportgewerbe in Nordrhein-Westfalen hat keinen tatsächlichen Bedarf an diesen Gigalinern angemeldet. Anscheinend profitieren nur einzelne Firmen von der Durchführung dieses Modellprojektes", erklärte der Fraktionsvize abschließend.