Pressemitteilung:
03. Mai 2007
Ute Schäfer: Landesregierung muss Blockadehaltung zur Schulstruktur aufgeben
"Horstmar und Schöppingen haben erkannt, dass das dreigliedrige Schulsystem keine Zukunft hat. Das heute von den CDU-Bürgermeistern Josef Niehoff und Robert Wenking vorgestellte Modell einer Gemeinschaftsschule weist den richtigen Weg, um auf die vor uns liegenden schulpolitischen Herausforderungen zu reagieren. Nur so wird es gelingen, dem Sterben der Hauptschulen zu begegnen. Gleichzeitig steht die Gemeinschaftsschule für mehr Durchlässigkeit und garantiert trotz abnehmender Schülerzahlen ein wohnortnahes Angebot ", erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer.
Die sozialdemokratische Bildungspolitikerin reagiert damit auf den heute vorgestellten Vorstoß der beiden münsterländischen Gemeinden, zum Schuljahr 2008/2009 eine Gemeinschaftsschule einzurichten. Das Modell setzt in der 5. und 6. Klasse auf gemeinsamen Unterricht, um erst anschließend eine Differenzierung nach den üblichen Schulformen vorzunehmen.
"Die Landesregierung muss jetzt endlich ihre realitätsferne und ideologisch begründete Blockadehaltung aufgeben. Das Schulgesetz bietet im Rahmen eines Schulversuchs die Möglichkeit, dem Wunsch der beiden Gemeinden zu entsprechen. Es müssen gesetzliche Regelungen getroffen werden, die auch anderen Gemeinden diesen Weg generell eröffnen", forderte Schäfer.