Pressemitteilung:
21. Mai 2007
Hans Theo Peschkes: Bayer-Rückzug aus der Sportförderung herber Rückschlag
"Die Ankündigung des Bayer-Konzerns, sich aus der Sportförderung zurück zu ziehen, ist ein herber Rückschlag für den Spitzensport in NRW", betonte der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans Theo Peschkes, heute in Düsseldorf. Nachdem die Landesregierung noch vor kurzem nur mit Mühe und Not die landeseigene Sportstiftung vor dem Kollaps retten konnte, würden damit die Mittel des größten privaten Akteurs in der Spitzensportförderung wegbrechen. "Das lässt sich mit öffentlichen Mitteln nicht im Entferntesten auffangen", warnte der SPD-Sportpolitiker.
Ohne das Engagement aus der Wirtschaft lasse sich der Spitzensport in NRW und Deutschland nicht auf dem Niveau fördern, dass erforderlich ist, um in den meisten Sportarten in der Weltspitze dabei zu sein, fürchtet Peschkes. Er forderte Innenminister Wolf auf, ein Zukunftskonzept für die Förderung des Spitzensports in Nordrhein-Westfalen vorzulegen. "Bisher ist Innenminister Wolf jede Antwort schuldig geblieben, wie die Landesregierung die Förderung des Spitzensports in diesem Land auch in den nächsten Jahren auf einem international wettbewerbsfähigen Niveau halten will. Dazu gehört öffentliche wie private Förderung. Ansonsten wird das Sportland NRW Abschied nehmen müssen von vielen Medaillen- und Titelträumen. Es ist eben kein Konzept, dass der Innenminister nur gern auf vielen Sportveranstaltungen zu Gast ist", kritisierte Peschkes.
Der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion dankte der Bayer AG ausdrücklich für ihr jahrzehntelanges erfolgreiches Engagement im Spitzensport und fügte ausdrücklich hinzu: "Wir würden uns sehr freuen, wenn das Unternehmen seine Entscheidung noch einmal überdenken könnte."