Pressemitteilung:
03. September 2007
Karl Schultheis: Verschweigen erhöhter Legionellen-Werte an Kölner Uni ist unverantwortlich
Bei Trinkwasser-Untersuchungen sind in zahlreichen Instituten der Kölner Universität bereits im Frühjahr erhöhte Konzentrationen der gefährlichen Legionellen-Bakterien entdeckt worden. Dazu erklärte Karl Schultheis, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, heute in Düsseldorf: "Obwohl seit dem 30. März 2007 der Prüfbericht vorliegt, in dem die Überschreitungen der Grenzwerte für Legionellen und Schwermetalle festgestellt wurden, sind Beschäftigte und Studierende der Kölner Universität nicht beziehungsweise erst nach Monaten informiert worden. Eine solche Verzögerung ist unverantwortlich."
Schultheis forderte die Landesregierung auf, die Öffentlichkeit über diesen und eventuell weitere Vorfälle zu unterrichten: "Es stellt sich dabei die Frage, seit wann der Landesregierung dieser Bericht bekannt war, ob das Vorgehen und diese Nicht-Informationspolitik der Universität mit der Landesregierung abgestimmt waren und ob an weiteren Hochschulstandorten in NRW bei Untersuchungen die Grenzwerte für Legionellen und Schwermetalle überschritten wurden? NRW-Wissenschaftsminister Pinkwart müsse spätestens zur nächsten Landtagssitzung einen Bericht vorlegen. Schultheis: "Zu allererst müssen aber die Betroffenen schnell und umfassend informiert werden. Schließlich verursachen Legionellen schwerste Lungenentzündungen, wenn zerstäubtes Wasser eingeatmet wird."